27 Mai 2007

Ghibli!

Gestern war ich in Mitaka (einem Vorort von Tokyo), um das dort ansäßige Museum von Studio Ghibli zu besuchen. Von Ghibli stammen all die bekannten Animationsfilme, "Prinzessin Mononoke", "Chihiro's Reise" oder "Das wandelnde Schloß".

Ich hatte, nachdem ich in Japan angekommen war, gehört, dass die Austellung nicht besonders spektakulär und interessant sei. Von daher hatte ich auch nie etwas drangesetzt, einen Besuch dort zu organisieren. Das ist nämlich auch nicht ganz so einfach: man muss sein Ticket schon lange im Vorraus reservieren, um dann am gewünschten Tag Eintritt zu erhalten. Die Zeit wird übrigens auch festgelegt. Damit soll verhindert werden, dass es zu voll wird, und man das Museum in Ruhe geniessen kann...

Bei dem Ausflug ans Meer vor gut einem Monat (man erinnere sich) hat mich Lisa aber davon überzeugt, dass sich ein Besuch im Museum doch lohnt. Sie selber war schon drei Mal da (weil es so toll ist), und da habe ich direkt gefragt, ob sich nicht noch ein viertes Mal gehen will... und so hat sich ziemlich schnell eine Gruppe von Leuten zusammengefunden, die mich begleitet haben.

Gestern, also, bei wunderbarstem Wetter (Freitag hatte es noch geregnet), brachen wir vom Bahnhof Mitaka aus auf. Es gibt einen Bus direkt vom Bahnhof zum Museum, der mit Ghibli-typischen Motiven bedruckt ist:
Wir haben es aber vorgezogen zu laufen, zumal der Weg zum Museum schon mit sehenswerten Details aufwartet: Totoro-Wegweiser
Noch viel besser: Totoro-Bushaltestelle (da hält bestimmt der Katzenbus!)
Das Museum selbst könnte auch von Hundertwasser gebaut worden sein; bunt und schräg, keine Wand sah aus wie die andere, halb zugewachsen.

Die Fenster waren Klasse: Kirchenfenstern gleich waren hier Ghibli-Motive eingearbeitet worden, die in der Sonne wunderbar geleuchtet haben und im Inneren ein warmes-schummeriges Licht erzeugt haben, dass prima zu der verwinkelten Bausweise gepasst hat.

Die Ausstellung zeigte unter anderem Hayao Miyazaki's (einer der Gründer von Ghibli und mit Sicherheit der berühmteste Regisseur/Künstler des Studios) Arbeitsplatz, was ich persönlich am interessantesten fand. Die Wände waren vollgehangen mit Originalskizzen von Filmszenen - sehr interessant, wie einige der Figuren ursprünglich geplant waren und wie sie dann im fertigen Film umgesetzt wurden.

Ausserdem gab es einen Raum, der Kindern näherbringen sollte, wie ein Animationsfilm funktioniert - dass er aus einzelnen Bildern besteht, die sich nur marginal (da kommt der VWLer durch ;) ) verändern, welche aber in so schneller abfolge gezeigt werden, dass der Eindruck ensteht, das Bild bewege sich flüssig. Um das eindrucksvoll deutlich zu machen, war eine Art Miniaturkarussell aufgebaut, auf dem sich anstatt Fahrzeugen Modelle aus dem Film "Mein Nachbar Totoro" befanden. Das Karussell begann, sich rückwärts zu drehen, und dann blitze ein Stroboskop auf... und schon hatte man einen 3D-Film, die Figuren bewegten sich alle, sehr schön.
Man sollte vielleicht noch anmerken, dass das Museum ingesamt für Kinder gemacht ist; viele der Schaukästen und Informationstafeln befanden sich etwa auf Kniehöhe, damit Kinder sie bequem lesen können.

Auf dem Dach hatte es einen Garten, in dem in Originalgröße ein Modell einer der Roboter aus Laputa (mein Ghibli-Lieblingsfilm, auf deutsch "Das Schloss im Himmel") steht - leider war es total voll dort oben, und wir mussten ziemlich lange warten, bis ich ein Foto von mir machen lassen konnte:

Was mich beruhigt: Auch dieses Bild ist leicht schräg, ich bin also nicht der Einzige, der meine Kamera nicht richtig grade halten kann. So langsam beginne ich mich zu fragen, ob es an der Kamera liegt...

In einer abgelegenen Ecke steht ausserdem der "Kontrollstein" für das Schloss Laputa, klar, dass ich auch davon ein Foto machen musste:

Ausserdem habe ich die Gelegenheit für ein Gruppenfoto genutzt:Von links nach rechts: Lisa, Mathieu, "Rambo-kun" (echten Namen kenne ich nicht, ein französischer Freund von Mathieu), eine Freundin von diesem Freund (Namen vergessen, Mist, kommt von den Philippinen) und "Hana-chan" (oder Hanna oder Hannah oder was weiß ich).

Anschließend sind wir in den museumseigenen Kinosaal gegangen, wo eigens für das Museum produzierte Kurzfilme gezeigt werden. Es gibt derer sechs Stück; sie wechseln alle zwei Monate (so glaube ich). Wir hatten Glück und erwischten "Mei und der kleine Katzenbus", eine Fortsetzung von "Mein Nachbar Totoro". Weil nicht so viel Gesprochen wurde und wenn, dann nur von einer ungefähr Sechsjährigen: Ich habe alles verstanden, Hurra (obwohl ja alles auf Japanisch war)!

Am Ende haben wir noch das Museumscafé "Strawhat" (oder so ähnlich) mit unserer Anwesenheit beglückt, wo man tolles Bioessen bekommt. Ausserdem musste natürlich im Ghibli-Store Geld für ein T-Shirt ausgegeben werden - hier präsentiere ich euch stolz ein Foto

Natürlich - es ist einer der Roboter aus Laputa... was denn sonst?!

Cheers!

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4 Comments:

Anonymous Anonym said...

aye Shiftmeister, ich glaub du bist schon zu lange da unten ich hab nämlich grad mal kein wort von deinem bericht verstanden ;-)

14:34  
Anonymous Anonym said...

Wie jetzt? Ich schreib' doch kein Chinesisch... (und auch kein Japanisch, wenn wir schon mal dabei sind).

16:37  
Anonymous Anonym said...

lol! das wichtigste dieses blog-eintrages in kürze: man muß und will dahin!!!!!!!!!
cooles shirt!
schade, daß sie den roboter aus naushika nicht in originalgröße da hatten...

19:19  
Anonymous Anonym said...

Hallo, ich bin Saori!
Freut mich!
Ich war niemals in ジブリの森。
Also dein Blog gibt mir viel Spass!
Aber ich moechte unbedingt dort besuchen!

23:49  

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