Die liebe Arbeit...
...hat mich voll und ganz im Griff. War jetzt also die letzten drei Wochen fleißig am Schaffen. Mit verhaltenen Erfolgen. Eigentlich sollte ich ja an der Dynamik von Gelen forschen. Was passiert ist: beim Versuch, ein passendes Sample anzufertigen, habe ich aus Versehen eine Mischung hergestellt, die sich unerwartet verhält (o-Ton Paddy: "Wow. That's interesting. It shows a... rich behaviour"). Prof. Tanaka hat sich bei seinem regelmäßigen Gang durchs Labor natürlich auch bei mir umgeschaut - und war ebenfalls begeistert. Das hat jetzt zur Folge, dass ich das neue Sample genau untersuchen muss... Gel ist out! Glas ist in (das neue Sample zeigt nämlich starke Glaseigenschaften). Damit komme ich dem Fuchs immer näher, hehe.
Ansonsten läuft auf der Arbeit alles wie gehabt: Ich habe keinen Plan von dem, was ich tue. Es macht einem schon Angst: alle, die aus dem Ausland an der Uni arbeiten kommen von Harvard oder Cambridge oder Oxford. Oder Konstanz. Wobei Konstanz dann im Vergleich doch ein bisschen abstinkt. Naja.
War vorletztes Wochenende ein bisschen mit den Leuten aus meinem "Wohnheim weg". Ich kam Freitag Abend von der Uni, da saßen alle im Wohnzimmer. Nach dem Essen habe ich mich dazugestetzt und wurde sogleich gefragt, ob ich nicht mitkommen will zum "clubben". Da lasse ich mich natürlich nicht lumpen. Anfangs waren wir zu dritt, konnten aber weitere Leute überzeugen. Dann waren wir plötzlich sieben.
Leider konnte ich den obligatorischen "Womb"-Besuch nicht durchsetzen (es war Moguai da). Die anderen wollten alle nach Roppongi, ins Ausländerparadies. Entsprechend meinen Erwartungen war es dann auch richtig schlecht am Anfang. Mit dem auf der Straße aufgesammelten Flyer kam man für 1000 YEN (incl. zwei 500 YEN-Drinks) ins Vanilla rein - als "Lady or Foreigner"! Tut mir leid, aber wenn das schon so auf dem Flyer steht, dann... Es kam aber noch besser: Wir haben uns in die ellenlange Schlange gestellt und die Beine in den Bauch gestanden. Da fiel uns plötzlich eine zweite Absperrung auf, hinter die hin und wieder Leute, die gerade angekommen waren geführt wurden. Wir haben uns erkundigt: Wer "Ladies" im Gepäck hat, der darf sofort rein, ohne in der Schlange zu warten. Wie gut, dass wir zwei dabeihatten! Und Ausländer waren! - Oh man!
Naja, drinnen gab es dann drei Floors: HipHop, Trance und House. Blieb also nur einer für mich übrig. Glücklicherweise habe ich festgestellt, dass Nick (Australier) den gleichen Musikgeschmack hat wie ich, deshalb musst ich nicht alleine hin. Die anderen wollten lieber Trance hören oder Mädchen abschleppen, das ging wohl bei House nicht so gut.
Naja, die Musik war dann tatsächlich ganz gut. Bei House muss man ja bekanntlich ein bisschen aufpassen, aber in diesem Fall wurde lockerer Jazz-House gespielt, optimal zum "loungen". Eigentlich nicht so die Musik, zu der man dreckig abgehen kann, aber in der Not frisst der Teufel bekanntlich Fliegen.
Es hat sich herausgestellt, dass Nick und ich die Einzigen waren, die richtig getanzt haben. Die anderen Leute waren wohl alle zu cool. Hat uns aber nichts ausgemacht. Später hat sich dann noch Donovan zu uns gesellt, nachdem er von einer Japanerin stehen gelassen worden war (die hatte ihn im vorbeigehen einfach mal so rausgegriffen und "vernascht", sozusagen. Er hat dann zwei Stunden mit ihr zumgeschoben, dann ist sie aber plötzlich abgehauen. Haha!).
Am Ende war's also ganz witzig, wobei es für mich wohl das letzte Mal in Roppongi war. Das Womb ist einfach besser.
Am folgenden Tag haben wir zusammen gekocht (also alle, die am Vortag zusammen weg waren). Bzw. alle haben gemeinsam gegessen - gekocht haben eigentlich nur Nick und ich. Es hat sich nämlich gezeigt, dass wir die Einzigsten sind, die von den Leuten kochen können - und wer mich kennt, der weiß, WIE schlecht die anderen sein müssen, wenn ich das, was ich produziere, "Kochen" nenne. Naja, war auf jeden Fall ganz witzig, und ist auch wieder ordentlich spät geworden. Der Sonntag wurde dann entsprechend vergammelt.
Ich hatte in dieser Woche auch eine Absage zum Skifahren erhalten, sehr zu meiner Betrübung. Ich habe schon gedacht, ich müsste den Februar durcharbeiten (Paddy hätte mich bestimmt eingespannt, wenn ich ihm erzählt hätte, das ich gar nicht Snowboarden/Skifahren gehe). Naja, habe aber vorhin einen Anruf von Yuki bekommen - klappt doch! Wie schön. Ich hatte das falsch verstanden am Telefon das letzte Mal. Ich hatte von mir gesprochen, Yuki von Nate - "Ist noch ein Platz frei?" "Nein, alles belegt" "Ach so... Schade. Tschüss." Jaja, ich weiß, ich hatte mal irgendwann geschrieben "nie mit einem Asiaten Englisch am Telefon..."
Tja, und gestern war ich mit der Arbeitsgruppenbelegschaft weg. Bzw mit einem kleinen Teil der Arbeitsgruppenbelegschaft und noch anderen Leuten von der Uni. Erst sind wir Abendessen gegangen, da war auch der Prof mit. Anlass war der Besuch von Didi, einer Niederländerin, die für zwei Wochen in Japan bleibt und mit Paddy ein Experiment durchführt (sie ist, ebenso wie Paddy ein Postdoc). Ausserdem waren noch zwei Leute von einem benachbarten Labor dabei, ein weiterer Postdoc und ein Mastercoursestudent, der, wie sich schnell herausstellte, evtl. im Sommer nach Deutschland geht. Jena. Robotik. Naja, er will natürlich auch durch Deutschland reisen und mal schauen... vielleicht trifft man sich ja, und ich kann ein bisschen Japanisch üben. Man hat auf jeden Fall seine eMailadresse...
Nach dem Essen sind wir noch in Shibuya in eine Kneipe gegangen. Und auf den Fernsehern lief Bundesliega-Zusammenfassung! Leider wurde nichts von der Eintracht gezeigt...
Paddy war gut dabei an dem Abend, und will mit mir nächste Woche ins Womb. Da bin ich gespannt... und hoffe, das mein Geld irgendwie reicht. Wo ich doch jetzt auch noch Skifahren gehe...
Tja, so weit erst mal. Man hat leider keine Fotos für euch - daher ein ganz besonderes Schmankerl: Wie angekündigt, gibt es von jedem Besuch ein Karaoke-Video! Hier! Und bitte... lacht über den Hagen, nicht mich...
Ansonsten läuft auf der Arbeit alles wie gehabt: Ich habe keinen Plan von dem, was ich tue. Es macht einem schon Angst: alle, die aus dem Ausland an der Uni arbeiten kommen von Harvard oder Cambridge oder Oxford. Oder Konstanz. Wobei Konstanz dann im Vergleich doch ein bisschen abstinkt. Naja.
War vorletztes Wochenende ein bisschen mit den Leuten aus meinem "Wohnheim weg". Ich kam Freitag Abend von der Uni, da saßen alle im Wohnzimmer. Nach dem Essen habe ich mich dazugestetzt und wurde sogleich gefragt, ob ich nicht mitkommen will zum "clubben". Da lasse ich mich natürlich nicht lumpen. Anfangs waren wir zu dritt, konnten aber weitere Leute überzeugen. Dann waren wir plötzlich sieben.
Leider konnte ich den obligatorischen "Womb"-Besuch nicht durchsetzen (es war Moguai da). Die anderen wollten alle nach Roppongi, ins Ausländerparadies. Entsprechend meinen Erwartungen war es dann auch richtig schlecht am Anfang. Mit dem auf der Straße aufgesammelten Flyer kam man für 1000 YEN (incl. zwei 500 YEN-Drinks) ins Vanilla rein - als "Lady or Foreigner"! Tut mir leid, aber wenn das schon so auf dem Flyer steht, dann... Es kam aber noch besser: Wir haben uns in die ellenlange Schlange gestellt und die Beine in den Bauch gestanden. Da fiel uns plötzlich eine zweite Absperrung auf, hinter die hin und wieder Leute, die gerade angekommen waren geführt wurden. Wir haben uns erkundigt: Wer "Ladies" im Gepäck hat, der darf sofort rein, ohne in der Schlange zu warten. Wie gut, dass wir zwei dabeihatten! Und Ausländer waren! - Oh man!
Naja, drinnen gab es dann drei Floors: HipHop, Trance und House. Blieb also nur einer für mich übrig. Glücklicherweise habe ich festgestellt, dass Nick (Australier) den gleichen Musikgeschmack hat wie ich, deshalb musst ich nicht alleine hin. Die anderen wollten lieber Trance hören oder Mädchen abschleppen, das ging wohl bei House nicht so gut.
Naja, die Musik war dann tatsächlich ganz gut. Bei House muss man ja bekanntlich ein bisschen aufpassen, aber in diesem Fall wurde lockerer Jazz-House gespielt, optimal zum "loungen". Eigentlich nicht so die Musik, zu der man dreckig abgehen kann, aber in der Not frisst der Teufel bekanntlich Fliegen.
Es hat sich herausgestellt, dass Nick und ich die Einzigen waren, die richtig getanzt haben. Die anderen Leute waren wohl alle zu cool. Hat uns aber nichts ausgemacht. Später hat sich dann noch Donovan zu uns gesellt, nachdem er von einer Japanerin stehen gelassen worden war (die hatte ihn im vorbeigehen einfach mal so rausgegriffen und "vernascht", sozusagen. Er hat dann zwei Stunden mit ihr zumgeschoben, dann ist sie aber plötzlich abgehauen. Haha!).
Am Ende war's also ganz witzig, wobei es für mich wohl das letzte Mal in Roppongi war. Das Womb ist einfach besser.
Am folgenden Tag haben wir zusammen gekocht (also alle, die am Vortag zusammen weg waren). Bzw. alle haben gemeinsam gegessen - gekocht haben eigentlich nur Nick und ich. Es hat sich nämlich gezeigt, dass wir die Einzigsten sind, die von den Leuten kochen können - und wer mich kennt, der weiß, WIE schlecht die anderen sein müssen, wenn ich das, was ich produziere, "Kochen" nenne. Naja, war auf jeden Fall ganz witzig, und ist auch wieder ordentlich spät geworden. Der Sonntag wurde dann entsprechend vergammelt.
Ich hatte in dieser Woche auch eine Absage zum Skifahren erhalten, sehr zu meiner Betrübung. Ich habe schon gedacht, ich müsste den Februar durcharbeiten (Paddy hätte mich bestimmt eingespannt, wenn ich ihm erzählt hätte, das ich gar nicht Snowboarden/Skifahren gehe). Naja, habe aber vorhin einen Anruf von Yuki bekommen - klappt doch! Wie schön. Ich hatte das falsch verstanden am Telefon das letzte Mal. Ich hatte von mir gesprochen, Yuki von Nate - "Ist noch ein Platz frei?" "Nein, alles belegt" "Ach so... Schade. Tschüss." Jaja, ich weiß, ich hatte mal irgendwann geschrieben "nie mit einem Asiaten Englisch am Telefon..."
Tja, und gestern war ich mit der Arbeitsgruppenbelegschaft weg. Bzw mit einem kleinen Teil der Arbeitsgruppenbelegschaft und noch anderen Leuten von der Uni. Erst sind wir Abendessen gegangen, da war auch der Prof mit. Anlass war der Besuch von Didi, einer Niederländerin, die für zwei Wochen in Japan bleibt und mit Paddy ein Experiment durchführt (sie ist, ebenso wie Paddy ein Postdoc). Ausserdem waren noch zwei Leute von einem benachbarten Labor dabei, ein weiterer Postdoc und ein Mastercoursestudent, der, wie sich schnell herausstellte, evtl. im Sommer nach Deutschland geht. Jena. Robotik. Naja, er will natürlich auch durch Deutschland reisen und mal schauen... vielleicht trifft man sich ja, und ich kann ein bisschen Japanisch üben. Man hat auf jeden Fall seine eMailadresse...
Nach dem Essen sind wir noch in Shibuya in eine Kneipe gegangen. Und auf den Fernsehern lief Bundesliega-Zusammenfassung! Leider wurde nichts von der Eintracht gezeigt...
Paddy war gut dabei an dem Abend, und will mit mir nächste Woche ins Womb. Da bin ich gespannt... und hoffe, das mein Geld irgendwie reicht. Wo ich doch jetzt auch noch Skifahren gehe...
Tja, so weit erst mal. Man hat leider keine Fotos für euch - daher ein ganz besonderes Schmankerl: Wie angekündigt, gibt es von jedem Besuch ein Karaoke-Video! Hier! Und bitte... lacht über den Hagen, nicht mich...

7 Comments:
NEIN! Ich hatte schon gedacht, du hättest das Video vielleicht vergessen :o)
muahahahahahaaaa!!!! hagen singt!!!
Wirst du auch singen, Gerhard?
:D
puh, ich denke doch mal... da wird man nicht drum herum kommen. und mit genug alk machts dann bestimmt auch spaß :D
nicht schlecht!
aber nächstes mal bitte beim singen noch tanzen.
am 23.3. geh ich in den cocoon club!
ei, wer ist denn da so forsch?
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