14 Mai 2009

aufgeben auf japanisch

so, nachdem christian die letzten beiden blogeinträge geschreiben hat und die ganze zeit rummeckert, daß ich auch mal wieder was schreiben soll, weil sich sonst irgendwer beschweren würde, vergess ich nochmal für ein paar minuten meinen hunger und meine mügigkeit und schreibe ein paar zeilen über letztes wochenende - die ereignisse ab dienstag halten sich halt in grenzen.

tja, freitag hatten man erstmal keinen plan, was man machen soll, und da schickte ich auf gut glück zwei mails an zwei japaner hier, in der hoffnung, daß wenigstens einer zufälligerweise mal zeit hat, aber mit der befürchtung, daß das eh zu spontan sei. naja, die beiden antworten vielen knapp und unerwartet aus: "klar! wann und wo?" da hatten wir dann plötzlich 2 leute plus anhang, die mit uns trinken gehen wollten. aber natürlich kein problem für uns: da traf man sich einfach mit allen zusammen. nach dem ersten nomihoudai sind die ersten dann nach hause und wir ins nächste izakaya, wo die nächsten biere bestellt wurden. die rückfahrt gestaltete sich noch spaßig: christian, igor und ich lieferten und wettrennen auf dem fahrrad und versuchten uns gegenseitig vom weg zu drängen. doe polizisten, an denen wir vorbeirasten, hat das wenig interessiert. dafür fand christian dann noch eine "tolle abkürzung" im park durch ein paar sträucher. er war da dann zwar nicht schneller als igor und ich, hatte dafür dann aber ein blutiges knie. aber tapfer und betrunken wie er war, hat ers doch gut überstanden.

tja, für samstag war dann die aktion: "tokyo in shizuoka" geplant: mit ein paar leuten in einen club gehen. anfangs meinten auch mehrere leute, daß sie dabei wären. aber wie das immer so ist, sagt dann eine nach dem anderen ab und zum schluß waren wieder nur christian, igor und ich dabei. naja, da machetn wir uns dann zu dritt gegen 11uhr auf den weg und im club sind schon ca. 15(!) gäste. da zögerten wir, ob wir wirklich 4000yen ausgeben sollten, wenn nachher wieder niemand tanzt und wir die ganze nacht nur umsonst trinken können. nach einer kleinen beratung entschieden wir uns dann doch dafür, das risiko zu wagen und zückten unser geld, nur um vom mann an der kasse nacht reingelassen zu werden. wieso?, fragt man sich da. und wäre der club halb bis ganz voll gewesen, hätte man die begründung auch irgendwie nachvollziehen können. aber auch wenn samstag abends gegen halb 12 nur 15 leute im club sind, ist den betreibern die frauenquote wohl so wichtig, daß sie 3 kerle ohne begleitung nicht reinlassen wollten. naja, dachten wir, hätten die anderen mal nicht alle abgesagt, wären wir reingekommen. so blieb uns aber nichts anderes übrig, als wieder nur in ein izakaya zu gehen. das war dann zwar billiger, aber tanzen konnte man da wohl nicht. auf der rückfahrt gabs dann jedenfalls eine fortsetzung unserer fahrradrennen und -drängelein.

sonntag ging nichts. da gabs n kaffee in der stadt.

montag sind wir dann früh los mit dem zug nach atami, ins nette hotel mit onsen und nomihoudai beim abendessen. das war nett.

das sahen wir aus unserem hotelzimmer. leider war das meer auf der anderen seite. naja, man hat eh nicht oft rausgeschaut. aber man beachte den netten fluß, der in der nacht schön laut gerauscht hat.

zuerst trafen wir uns mit joo, einer koreanischen freundin von christian, die in tokyo studiert, liefen ein wenig in der stadt, die nicht viel zu bieten hat, hin und her, um schließlich im hotel, d.h. onsen einzukehren. nach der ersten sitzung im schön warmen wasser, gings zum abendessen, bei dem wir 1,5h soviel trinken konnten, wie wir wollten. da das aber ein großer speisesaal war, wo alle gäste im laufe des abend ein- und ausgingen und man einfach mit seinen gläsern zum "drink corner" gegangen ist und nachschub bestellt hat, hat sich wohl niemand um die einhaltung dieser 1,5h gekümmert - was man natürlich ausnutzte. danach besorgte man noch im konbini ein bier, das man dann noch gemütlich im zimmer trank, bevor man sich gut ausgelassen zum spätabendlichen onsenbesuch zum aufzug begab.

na, wer hat hier was getrunken?

wir doch nicht!

aus gründen, an die ich mich nicht mehr erinnere, wobei ich mir sicher bin, daß es christians schuld war, begann eine handtuchschlacht bereits auf dem flur, die im aufzug ihren höhepunkt erreichte, als christian weit ausholend den kleinen hocker, der in der ecke stand mit seinem handtuch durch den ganzen aufzug schleuderte. diese chance nutze ich natürlich kaltschneuzig, um ein paar tödliche treffer zu landen.
im onsen angekommen mußten wir nur ein wenig warten, bis sich die letzten japanischen opas auf den weg ins bett gemacht haben und wir das große innenbecken, das schöne außenbecken und das erfrischende kneippbecken ganz für uns alleine hatten. das heißt, man konnte machen, was man auch sonst im schwimmbad nur machen kann, wenn der bademeister grad nicht hinguckt: am becken entlang rennen und dann per kopfsprung ins wasser eintauchen.
nach und nach hielt man es aber nicht mehr so lange in den heißen becken aus und gesellte sich lieber ins kneippbecken, das bei diesen höllischen temperaturen doch angenehmer war. nach ein paar weiteren ruckeleien auf den massagestühlen, gings dann aber kurz vor onsenschließung zurück ins hotelzimmer, wo ich, ohne die anderen zu fragen, verstecken spielte, mein verstck im wandschrank aber direkt durch mein zu lauten lachen preisgab und es ein leichtes war, mich zu finden. leider blieb es auch bei nur dieser einen runde versteckspiel. das folgende video zeigt die entdeckung meines versteckes: (achtung! es könnte peinlich, dumm oder auch witzig werden)



jedendfalls glaube ich nicht, daß es an diesem abend nach dem abendessen eine ganze minute gab, in der nicht mindestens einer von uns laut und/oder hysterisch gelacht hat. es war schon verdammt lustig!!! am nächsten tag stand ich dann um halb 7 auf, um noch rechtzeitig für meinen unterricht wieder in shizuoka zu sein, was nicht ganz geklappt hat. habe aber wohl nur ein halbes stündchen verpasst - halb so schlimm - während die anderen beiden noch stunden weiterpennen konnten. tze!

naja. hab ich mich schon über das wetter hier beschwert? da kann man nur sagen: aufGEben!
  

2 Comments:

Anonymous Anonym said...

Gerhard, altes Haus.........!!!
Holger hier aus München. Bin seit langem mal wieder auf Deinem Blog. Freut mich zu sehen und zu lesen, dass es Dir gut geht und dass Su die Zeit da unten voll ausnutzt!Die Einträge von Euch sind super spitze ;-) Bei mir alles roger.
Hau rein,
Gruß aus Bavaria, Holger

21:30  
Blogger Clay said...

holgiverfolgi!!!!!!!!!!
schöbn, daß es dir gut geht. hab gehört, du kommst vielleicht ins rheinland zurück. das wäre ja wunderprächtig!
mache mich morgen früh zu einer einwöchigen wandertour auf. freu dich schonmal auf die fotos.die könnten besser werden als unsere fotos aus schottland ;) haben uns ganz schön üble tagesetappen vorgenommen. mal gucken, ob ich das bei 75°c und 296% luftfeuchtigkeit überlebe. ne nachtwanderung wirds auch geben. yay!

14:12  

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