06 Mai 2009

Liebe Daheimgebliebenen,

es folgt jetzt ein kurzer Bericht der vergangenen Tage, die wir, also Gerhard und ich (Kliiix) in Tokyo verbrachten. Möglicherweise in zweifacher Ausführung, weil Gerhard auch was schreiben möchte :D

Ich bin am Freitag, den ersten März, um 9:00 in Narita gelandet und habe, nachdem ich Gerhard und Jo in Asakusa vor dem Hotel getroffen habe, entschieden, ein Experiment zu wagen: Trotz Müdigkeit bis spätabends aufbleiben, um dann ins Bett zu fallen und direkt in den japanischen Tag-und-Nachtrythmus einzusteigen. Zum Glück, denn sonst hätte ich das Sukiyaki-tabehoudai (all you can eat) verpasst! Und was gibt es besseres als original japanisches Sukiyaki? (http://de.wikipedia.org/wiki/Sukiyaki) Danach, um 22:00 und mit vollem Bauch, habe ich allerdings schlapp gemacht, also gings zurück ins Hotel. Beim Duschen habe ich festgestellt, dass es auch eine Sauna gibt, also musste ich vor dem Pennen noch kurz saunieren. Das Ofuro konnte ich auch nicht links liegen lassen, und so bin ich danach einfach nur noch tot ins Bett gefallen und habe wie ein Stein bis zum nächsten Morgen geschlafen.

Am Samstag haben wir uns im Yoyogi-Park mit Lisa, Mathieu und Joo getroffen, sind anschließend Essen gegangen und dann im Lock-up in Shibuya gelandet. Dort sind zwei Freunde von Gerhard aus Shizuoka zu uns gestoßen, die Jo, ihn und mich ins Womb begleitet haben. Dort war es wie erwartet ziemlich voll, und irgendwie konnte ich mich nicht so richtig für die Musik begeistern. Es war nicht schlecht, aber ich hatte dort schon bessere Abende!

Jo wurde am nächsten Morgen, fast ohne Schlaf, von Gerhard zum Flughafen gebracht, während ich schön ausschlafen konnte. Deshalb bin ich dann spätnachmittags alleine durch Asakusa geschlendert, bevor wir zusammen abermals nach Shibuya gefahren und den "Club Asia" besucht haben. Ich sage euch, Gerhard wird noch zum Elektro-Jünger ;)

Montag und Dienstag haben wir dann noch mit "recycling-sightseeing" verbracht, bevor wir gestern Abend nach Shizuoka gefahren sind. Eine nette Anekdote hat sich noch ereignet: Wir saßen in einem Izakaya und redeten den üblichen Scheiß, als uns 3 Frauen vom Nachbartisch (der Kerl von denen war gerade auf dem Klo) ansprachen und es sich herausstellte, dass sie Deutsch verstehen. Wir tippen mal, dass sie aufgrund unserer Sprechgeschwindigkeit und der Distanz nicht genau verstanden haben, was wir die ganze Zeit geredet haben... ansonsten hätten wir wahrscheinlich zu dem schlechten Image von Ausländern in Japan beigetragen, hehe.

Zwei Mädels an einem anderen Nachbartisch haben übrigens die Kontaktaufnahme mit uns versäumt, ließen uns dafür aber ein bisschen Essen (Sushi) auf ihrem Tisch zurück. Als nach einer halben Stunde immer noch kein Kellner aufgetaucht war, um den Tisch abzuräumen, konnte ich mich nach einem Klogang nicht mehr halten und schnappte mir eiskalt, was nicht niet- und nagelfest war (äh... eine Maki-Rolle)... Ende der Story!

Habe schon ein paar von Gerhards Mitbewohnern kennengelernt (und die Namen schon wieder gekonnt vergessen) und uns erst mal ein Abendessen für heute Abend gesichert. Ich sprühe nur so vor Charme!