Noch kein ganzer Monat...
... vergangen seit dem letzten Post, so ein Glück, da muss ich also kein schlechtes Gewissen haben!
Vergangene Woche sind die JSP's dieses Semesters abgereist, und weil ich ja einige noch von letztem Jahr kannte, gab's so etwas wie eine kleine Abschiedsfeier. Wir haben uns in einem Izakaya getroffen, ich hatte Siedler mitgebracht, sollte ein gemütlicher Abend werden.
Hat sich aber schnell rausgestellt, dass Amerikaner bei Brettspielen nicht so die große Geduld haben, daher haben wir aufgehört, bevor es zu Ende war. Statt wurde getrunken und tüchtig Fotos gemacht, zum Abschied halt:

Wie das geendet ist, könnt ihr euch denken: natürlich auf Yuki's Couch. Nicht ohne Gigen vorher noch gut abzufüllen, lol:
Ja, ist jetzt echt nicht mehr lang. Nicht mal mehr ein voller Monat! Ich bin deswegen an den Wochenenden immer gut gestresst, weil ich natürlich noch möglichst viel von Japan mitnehmen will. Dummerweise ist mittlerweile eigentlich jedes Wochenende "Womb" mit Paddy angesagt, da ist dann der folgende Tag (also Samstag oder Sonntag) ganz schön hart...
Diesmal sind wir am Freitag hin, es kam Andreas Kauffelt. UUUUUHHHH, es war so guuuuut!!! Habe ich mal erwähnt, dass das "Womb" eine gigantische Lightshow featured? Sowas habe ich in Deutschland noch nie gesehen! Darüber hinaus hat das "Womb" die größte Spiegelkugel in Japan... und das will was heißen! Das Monstrum ist schätzungsweise drei Meter im Durchmesser, und wenn das von den Lasern angestrahlt wird, dann flammts in der ganzen Halle auf - uuuh, man will mehr! Wie soll ich in Konstanz nur zurechtkommen, wenn ich wieder da bin?
Naja, am Samstag habe ich mich dann schon Mittags wieder aufgerafft und bin mit noch pfeifenden Ohren mit Mathieu, Lisa und Hana (wer immer fleißig mitgelesen hat, weiß ja, wer das ist, gell?!) in ein japanisches Theaterstück gegangen. Damit meine ich jetzt nicht traditionell japanisch, es war ein von der Gruppe selbergeschriebenes Stück. Vielmehr meinte ich, dass es auf Japanisch war.
Und ihr braucht jetzt keine Angst vor mir zu haben, ich habe nicht alles verstanden! Aber da beim Theaterstück ja nicht nur gesprochen, sondern auch gespielt wird, konnte ich einigermaßen folgen. Das Stück beruhte auf der Sage zum japanischen Feiertag Tanabata (siebter Tag), der am siebten Juli stattfindet. In dieser geht es um die Tochter Orihime des Himmelsgottes, der diese mit einem Kuhhirten verheiratet. Über ihre Liebe vernachlässigen die beiden aber ihre gewöhnliche Arbeit, was den Himmelsgott erzürnt, so dass er den Hirten auf die andere Seite eines Flusses verbannt. Weil der Gott aber Mitleid mit seiner Tochter hatte, erlaubte er dem Liebespaar, sich an einem Tag im Jahr zu treffen - am siebten Juli.
Die Story in dem Stück war ein bisschen abgewandelt, aber wen's interessiert, der kann mich fragen, wenn ich wieder da bin - wenn ich jetzt anfange zu erzählen, sitze ich morgen früh noch hier.
Auf jeden Fall hat mich das ganze nachhaltig beeindruckt. Ich habe noch nie so ein gutes Theaterstück gesehen! Es gab super Musik, ultrageile Kostüme (die "Göttinnen" hatten alle diese langen, engen chinesischen Kleider an, ihr wisst schon, so wie "Chun Li" aus Streetfighter (die Nerds wissen jetzt bescheid), bis auf Orihime (die in dem Stück allerdings Nanahime hieß, aber sei's drum), die hatte einen ultra-prunkvollen Kimono an), und es hab auch Kampfszenen, die waren super choreographiert. Dann hatte es total geile Lichteffekte, und Nebelmaschine und so... ultrakrass. Und das beste: es waren Laienschauspieler. Nanahime wurde von einer Freundin von Lisa gespielt - so sind wir überhaupt auf das Stück gekommen.
Tja, und am Sonntag habe ich mich mit den Leuten getroffen, die ich damals bei dem DAAD-Treffen kennengelernt hatte. Der Deutsche, Tobi, hat gekocht - Kaiserschmarrn. Und Jorg, der Niederländer, hat Apfelmuß dazu gemacht. LECKER! Und nach dem Essen haben wir noch eine gemütliche Runde Siedler gespielt... da habe ich mich fast wie daheim gefühlt :)
Also, Kinder, haltet durch, nur noch ein knapper Monat! Und, ja, ich werde mich vorher nochmal hier melden. Versprochen. Schließlich fangen ja jetzt langsam wieder die Feuerwerke an, da würde ich gerne das ein- oder andere von mitnehmen, und das werde ich euch natürlich nicht vorenthalten.
Cheers!

2 Comments:
hehe, amerikaner wissen wohl nur nicht, wie man bettspeile spielt, sonder auch nicht, wie man raucht. mit dem mund, nicht mit dem ohr. oder sind das spezielle zigaretten mit musik drin? i-tabac oder so? scheinbar ohne ubs-anschluss.
in 2 Wochen bisch schon wieder daheim... - der Wahnsinn!!! hui, da wird aber gefeiert...!
Gibt`s keinen Blogeintrag mehr?
Grüßlis
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